{"id":1881,"date":"2013-06-26T09:44:18","date_gmt":"2013-06-26T09:44:18","guid":{"rendered":"http:\/\/nerdizin.org\/?p=1881"},"modified":"2013-06-26T12:35:26","modified_gmt":"2013-06-26T12:35:26","slug":"expeditionsausrustung-fur-die-tropen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nerdizin.org\/?p=1881","title":{"rendered":"Expeditionsausr\u00fcstung f\u00fcr die Tropen"},"content":{"rendered":"<p>Wir waren ein paarTage in Indonesien und wie es sich geh\u00f6rt, habe ich mich entsprechend auf die Reise vorbereitet und einigen Tand mitgeschleppt von dessen Nutzen ich hier berichten m\u00f6chte. Dabei habe ich versucht so leicht wie m\u00f6glich zu reisen, wir sind zwar nicht richtig mit den Rucks\u00e4cken gewandert sind aber viel herumgekommen und da nervt jedes unn\u00f6tige Kilo. Vielleicht hilft das ja jemandem der \u00e4hnliches vorhat.<\/p>\n<p>Zum Lesen habe ich meinen Kindle mitgenommen, wobei ich insgeheim darauf gehofft habe dass er unterwegs das Zeitliche segnet um ihn mal guten Gewissens durch ein neueres Ger\u00e4t zu ersetzen. Ich habe haupts\u00e4chlich am Pool und am Strand gelesen mit teils bizarr hoher Luftfeuchtigkeit, was mir auch tats\u00e4chlich einen kleinen Pixelfehler ganz oben eingebrockt hat aber sonst funktioniert der Elektrobuchleser weiterhin tadellos. Gelesen habe ich <em>Kill Decision<\/em> (toller Drohnenthriller), <em>Wie ein schwarzer Spiegel<\/em> (nette Gruselkurzgeschichte), <em>Die K\u00e4nguru-Chroniken<\/em> (fluffig-spassige Kost), <em>Frischfleisch<\/em> (mittelpr\u00e4chtige Gruselkurzgeschichte), <em>Der Hundertj\u00e4hrige, der aus dem Fenster kletterte und verschwand<\/em> (\u00e4usserst vergn\u00fcglicher Schelmenroman, der teils auf Bali spielt) und die H\u00e4lfte von <em>Constellation Games (witziger SciFiRoman \u00fcber den Erstkontakt mit Aliens, aus der Sicht eines Computerspielebloggers und -coders)<\/em>. Da h\u00e4tte ich ganz sch\u00f6n zu schleppen gehabt wenn ich totes Holz mitgenommen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Zudem habe ich noch Scans wichtiger Dokumente und Reisedaten, Geocaches und so in elektronischer Form dabei gehabt. Papier wirkt da zun\u00e4chst &#8222;sicherer&#8220;, aber man kann die Daten ja auch noch auf das Handy replizieren. Das war also schon mal ein hervorragendes Gadget f\u00fcr den Urlaub.<\/p>\n<p>Obwohl jedes Smartphone GPS empfangen kann, habe ich mein gutes altes eTrex mitgenommen auf das ich die OpenStreetMap von Indonesien gespeichert hatte. Das ist f\u00fcr mich v\u00f6llig alternativlos, weil es halbwegs wasserdicht ist und mit normalen AA Batterien besaftet wird. Wenn ich das Ding dabei habe verlaufe ich mich nicht. Garantiert und tausendfach erprobt. Die Koordinaten unserer Hotels und der Orte die wir besuchen wollten habe ich im Vorfeld mit Google Earth herausgesucht und wir haben alles damit gefunden, bis auf eine Unterkunft bei der ich ein paar hundert Meter daneben lag. Das f\u00fchrte zu einer l\u00e4ngeren Suchaktion mit unserem Fahrer, aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>Ein totaler Fehlkauf war dagegen so ein Akkupack um damit das Handy und den Kindle aufzuladen. Ich hatte Angst davor auf dem langen Flug elendig an Langeweile zu verenden aber zum einen gab es in den Flugzeugen und an den Flugh\u00e4fen USB-Strom-Tankstellen und zum anderen an Board ein brauchbares Entertainmentsystem. In den Hotels dankenswerterweise Schukobuchsen, ausser in Singapur &#8211; da muss man diese windigen Commonwealthbuchsen adaptieren. Den Klotz h\u00e4tte ich mir definitiv sparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der mit Abstand beste Kauf waren zwei FunktionsTshirts. Bei dem unfassbaren Transpirationslevel gibt es nichts angenehmeres zu tragen und obendrein trocknen die Leibchen auch sehr schnell wenn man sie nach der Handw\u00e4sche vor die Klimaanlage h\u00e4ngt. Bl\u00f6d ist nur dass ich dadurch auf fast allen Fotos das eine oder das andere der beiden Hemden trage. N\u00e4chstes mal w\u00fcrde ich davon jedenfalls 3-4 mitnehmen und gar keine herk\u00f6mmliche Baumwollbekleidung mehr, denn das gleiche gilt f\u00fcr Socken und Unterbumpfeln. Ja, ihr habt richtig gelesen: Unterbumpfeln.<\/p>\n<p>Sinnlos war die Anschaffung eines Reisef\u00fchrers (\u00fcbrigens nicht als eBook erh\u00e4ltlich &#8211; die Verlage leben immer noch im letzten Jahrtausend, traurig aber wahr). Die enthaltene Karte war viel zu grob, da empfehle ich wie schon erw\u00e4hnt OpenStreetMap und interessante Ziele findet man besser im Netz. Die Euros und noch wichtiger das Gewicht kann man sich getrost sparen und lieber in Nasi Goreng investieren. Also sowohl das Geld als auch das zu schleppende Gewicht ;-)<\/p>\n<p>Aus Angst vor der Vernichtung unserer Rucks\u00e4cke durch die erbarmungslose Maschinerie der Flughafenf\u00f6rderb\u00e4nder haben wir uns noch solche Schutzfolien bestellt, die aber viel zu gro\u00df waren und in ihre Bestandteile zerfielen nachdem ich sie zurechtgestutzt hatte. Wir haben dann einfach alle B\u00e4ndel zusammengewutzelt, und bei uns kam immer alles heil an.<\/p>\n<p>Ab und zu regnet es ja, ich hatte daf\u00fcr eine leichte, d\u00fcnne Regenjacke dabei die man recht klein packen konnte. Benutzt habe ich sie nur am allerersten Tag von der Ubahn zum Hotel. Ein Schirm ist deutlich die bessere Wahl, auch weil man sich damit gegen die Sonne sch\u00fctzen kann. F\u00fcr diesen Zweck hatte ich eigentlich einen Safarihut dabei, der erwies sich als vollkommen unpraktisch und stilistisch fragw\u00fcrdig, beim Kauf kam einfach der Indiana Jones Cosplayer in mir durch. Der Hut ist dann recht schnell in einem indonesischen M\u00fclleimer gelandet.<\/p>\n<p>Zuguterletzt noch etwas zum Kuscheln: ich habe mir ein samtiges aufblasbares Nackenh\u00f6rnchen geg\u00f6nnt. Allein der neiderf\u00fcllte Blick des Sitznachbarn im Flugzeug wenn man sich in sein Kissen schnuckelt ist den Preis und das Gewicht locker wert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir waren ein paarTage in Indonesien und wie es sich geh\u00f6rt, habe ich mich entsprechend auf die Reise vorbereitet und einigen Tand mitgeschleppt von dessen Nutzen ich hier berichten m\u00f6chte. 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