The Hunger Games

Die letzten Tage habe ich mal wieder erkältet im Bett verbracht, wenigstens hatte ich dadurch Zeit The Hunger Games von Suzanne Collins zu lesen.

Panem wird regiert von der mächtigen Hauptstadt, alle 12 Gemeinden müssen ihre Erträge dort abliefern. Es gab eine 13. Gemeinde, die gegen die Frohnherrschaft aufbegehrt hat, doch um ein Exempel zu statuieren wurde diese von der Hauptstadt ausradiert. Ein mal im Jahr werden in jeder Gemeinde ein Junge und ein Mädchen zufällig bestimmt um an den Hunger Games teilzunehmen, dabei geht es weniger um Hunger sondern darum alle anderen Teilnehmer umzubringen und als einziger zu überleben. Die Spiele müssen von allen Mitbürgern angesehen werden, teils zur Unterhaltung hauptsächlich aber um die Macht der Hauptstadt zu unterstreichen. Die Kinder kämpfen in einer Arena in der sie ständig gefilmt werden, zudem haben die Spielmacher Kontrolle über das Wetter und so manche unliebsame Überraschung falls das Töten nicht schnell genug voranschreitet.

Das Buch ist ausgesprochen spannend und gibt einiges zu denken über Big Brother, Castingshows und Käfigkämpfe. Es gibt noch 2 weitere Teile, in denen es vermutlich um die Rebellion gegen die Hauptstadt geht. Wer Survivalszenarien mag und ein Rebellenherz hat, wird die Geschichte mögen, denke ich.

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Sightseers

Sightseers ist ein Roadmovie mit rabenschwarzem Humor über ein Pärchen das vom Leben nicht gerade auf Rosen gebettet wurde. Die beiden reisen mit einem Campingwagen durch England um sich seltsame Sehenswürdigkeiten wie das Bleistiftmuseum anzusehen und nebenbei einige Morde an Menschen zu begehen, die ihnen Anlass dazu geben – wobei diese Anlässe immer nichtiger werden. Es gibt ein paar schöne Lacher, eine Hand voll Splatterszenen und einige witzige Wendungen (vor allem das Ende kam recht unerwartet). Ich habe mich amüsiert, allerdings muss man schon ziemlich hartgesotten sein denn es sind ein paar recht deftige Szenen zu sehen. Den Soundtrack fand ich etwas zu altbacken, da hätte man sich mehr Mühe machen können aber vielleicht soll das ja die Uncoolness der Protagonisten unterstreichen. Ausserdem gab es ein paar wunderschöne Landschaftsaufnahmen zu bestaunen.

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Rock Hard Nr. 310

Einmal im Jahr gibt es im Rock Hard die Leserumfrage zum Vorjahr, es werden die besten und schlechtesten Bands gewählt, das Album des Jahres und so weiter. Allerdings gelangen auch etliche abwegige und teils zum Schreien komische Schnipsel in die Redaktion und bilden die Alternativpoll. Das Magazin ist ja grundsätzlich schon mehr als lesenswert, falls man Stromgitarrenmusik mag aber die Ausgabe mit den Alternativpolls ist ein wahrlich fürstlicher Leseschmaus. Besorgt euch also die Seiten 36-37 und freut euch auf intensives Grinsemuskeltraining, kleines Beispiel: Mein Vorsatz für 2013: „Den Bauch voller Erbsensuppe und dann mit Dieter Bohlen im Aufzug stecken bleiben„. Feiner Zug. Und als ob das noch nicht genug wäre ist in der aktuellen Ausgabe auch noch ein Hair Metal Special, der übelste Angriff auf die Ästhetik der je unternommen wurde.

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Astral Sabbat

Ein kurze Mitteilung an Freunde handwerklich gut gemachter, rückwärtsgewandter okkulter Rockmusik: Jess and the Ancient Ones haben eine EP namens Astral Sabbat veröffentlicht. Das Album gefällt mir bei jedem Durchlauf besser, so gut dass ich es mir noch ein zweites mal bestellt habe, denn die einzige Möglichkeit an ein T-Shirt der Finnen zu gelangen ist es ein Bündel mitsamt eines Silberlings zu ordern. Naja, das physische Medium wird dann halt verschenkt.

Wer EPs und Doom mag, der möge sich gleich auch noch Heretic von Orchid rauslassen, der Titelsong ist großartig.

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Pelikan Protokoll

Das Pelikan Protokoll von Marazano und Ponzio (Schimpansenkomplex) ist ein 4-bändiges SciFi Comic im Albumformat, es ist zwar bislang nur der erste Teil erschienen aber dieser funktioniert auch eigenständig wunderbar. 12 Menschen werden scheinbar zufällig ausgewählt, entführt und in einer geheimen Basis gefangen gehalten ohne den Grund dafür zu kennen. Auch die Bewacher der Gefangenen haben keinen Schimmer, um was es bei der Internierung geht. Und selbst die Wissenschaftler, die das illegale Experiment (denn um ein solches geht es offenbar) leiten scheinen sich nicht ganz im Klaren zu sein worauf das Ganze hinauslaufen soll. Alles sehr undurchsichtig, wie Canardo sagen würde.

Die Zeichnungen sind sehr realistisch und die Stimmung ist düster und beklemmend. Ich fand das Comic großartig, allerdings wird es wie üblich geraume Zeit dauern bis der nächste Teil erscheint. Aber wie gesagt, kann man den ersten Band auch sehr gut einzeln geniessen, ich werde ihn dann sowieso nochmal lesen sobald die Fortsetzung erhältlich ist. Klare Empfehlung meinerseits jedenfalls.

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Space Skirmish 0.6

Heute habe ich das erste Testspiel gegen mich selbst gespielt, was den Vorteil hat dass ich in jedem Fall gewinne. Wie erwartet waren die Schaben stark überlegen und haben die Marines dominiert, der Raum mit dem Missionsziel war fast ausschlisslich in der Hand des Gewürms.

Debakel für die MarinesAlso habe ich einiges getan um die Fraktionen auszubalancieren, danach lief es für die Erdlinge schon viel besser. Einige Regelschwammigkeiten habe ich auch noch repariert, es spielt sich schon recht robust mittlerweile. Und ein neues Szenario ist auch hinzugekommen, es ist dafür gedacht mit einem einzelnen Schabenspieler gegen mehrere Marinespieler gezockt zu werden.

Star Trek TNG Staffel 5

Auch die 5. Staffel bestand vornehmlich aus lauwarmen Geschichten, allerdings waren auch ein paar Glanzlichter dabei. Bei Folge 16 (Ethics) habe ich eine Ein-Mann-Loalawelle gemacht als Worf in einem Lagerraum von einem Faß erschlagen wird. Mir wäre es zwar lieber gewesen wenn er mit Alexander zusammen aus einer Luftschleuse ins All gezogen worden wäre, aber man nimmt was man kriegen kann. Doch der Klingone überlebt mit einer schweren Wirbelsäulenverletzung und will sich konsequenterweise selbst entleiben (Laolawelle zweiter Teil), was aber im Star Trek Universum moralisch nicht erwünscht ist und daher von Riker mit einem Taschenspielertrick verhindert wird (Buhrufe meinerseits).

Richtig gut fand ich Folge 18 (Cause and Effect), in der die Besatzung der Enterprise in einer Zeitschleife gefangen ist. Etwas bemüht war die Lösung, in der Data sich in einer Iteration selbst den Hinweis „3“ sendet was dann auf Riker deuten soll weil der mit 3 Knubbeln an der Uniform dekoriert ist. Naja, trotzdem sehr schöne Geschichte.

Folge 22 (Imaginary Friend) war äusserst gruselig, es geht um eine imaginäre Freundin eines Kindes, die plötzlich real wird und nichts Gutes im Schilde führt. Und ähnlich beklemmend Folge 6 (The Game) in der Wesley seine Kameraden vor einer süchtig machenden Spielkonsole rettet.

Esben and the Witch

esben

Gestern haben wir uns Esben and the Witch angesehen und angehört, zunächst aber gab es die Vorgruppe Thought Forms. Diese spielten sphärische Waberklänge mit einem Schlagzeug und 2 Gitarren, die mit unfassbar vielen Effekten verfremdet wurden. Ich fand das erste Stück recht interessant, aber danach konnte ich nicht mehr soviel mit der Musik anfangen. Das lag daran, dass der Drummer teils etwas sperrige Grooves darbot aber es fehlte der Bass um diese zu unterstreichen. Was übrig blieb war ein Geräuschteppich der Sechssaiter und daneben ein Rhythmus der irgendwie verloren wirkte. Aber vielleicht funktioniert das auf einem Tonträger besser.

Esben and the Witch waren dagegen viel zugänglicher, was vor allem am Gesang lag. Die Besetzung war ähnlich derer von Thought Forms: Gitarre, Schlagzeug (und allerlei Elektronik) und die Sängerin spielte wahlweise Bass oder Gitarre. Stilistisch war das gar nicht so weit von dem von mir so geschätzten Doom entfernt, allerdings waren die Klampfen unverzerrt und die Stimmung eher melancholisch als düster. Mir hat’s jedenfalls gefallen, lustig fand ich dass bei dieser Art der Musik erst applaudiert wird nachdem sich die Künstler bedankt haben, vorher weiss man schlichtweg nicht ob der Song schon vorbei ist ;-)

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