Künstlerbedarf bei Aldi

Schon komisch, ab heute gibt es Künstlerbedarf bei Aldi. Also Acrylfarben, Pinsel und Leinwände. Die Leinwände passen mir leider von den Größen her nicht, interessant finde ich aber diese Acryleffektpasten. Beim Lidl habe ich vor kurzem übrigens nur 3 Acrylsets bekommen und keine Leinwände. War alles schon weg, so gegen 10 Uhr – wenn es überhaupt jemals in ausreichender Menge vorhanden war, was ich bezweifle.

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Two Graves

Der 12. Agent Pendergast Roman war inhaltlich eine ziemliche Enttäuschung: Nazis haben im Urwald eine geheime Basis errichtet und betreiben dort Genforschung um eine überlegene Rasse für ein IV. Reich heranzuzüchten. Au weia, was für eine abgedroschene Nummer, Nazis sind zwar die besten Bösewichte aller Zeiten (auch wenn es in letzter Zeit so aussah also ob Terroristen ihnen den Rang abliefen) aber mal im Ernst: damit lockt man doch niemand mehr hinterm Ofen vor. Es kommt wie so oft auch eine Prise Paranormales vor, aber das rettet die Geschichte leider auch nicht. Davon abgesehen liefern Preston und Child in gewohnter Manier einen spannenden Thriller den man nur schwer zur Seite legen kann, gute Unterhaltung also aber ohne richtig herausragende Momente. Da gab es schon deutlich bessere Fälle mit dem Neuzeit-Sherlock-Holmes.

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Juan of the Dead

Juan of the Dead ist eine Zombiekomödie, die auf Kuba spielt. Es wird genau das geboten wonach es klingt: schräger Humor und Untotengemetzel aber das Ganze eben im Kommunismus. Ein paar wunderbare Szenen waren dabei: der Auftritt und Abgang des Amerikaners und der „letzte Wunsch“. Die Zombies nennen sie erst mal anarchistische Dissidenten und irgendwann müssen sie in einem Lada fliehen. Ich schmunzelte viel.

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Doom – das Brettspiel

Eins vorweg: von Doom gibt es offenbar nur noch Restbestände, die teils zu horrenden Preisen feilgeboten werden. Nun besitze ich zwar das Spiel samt Erweiterung, aber es ist ein blödes Gefühl zu wissen dass (vermutlich) keine neuen Missionen mehr nachkommen und dass Ersatzteile nicht mehr verfügbar sein werden. Letzteres ist besonders ärgerlich weil Doom spezielle Würfel nutzt, deren Beschriftung im Lauf der Zeit unleserlich wird (Stichwort: Angstschweiss). Da hilft es dann nur noch sich Blankowürfel zu besorgen und diese selbst zu beschriften.

In Doom versuchen bis zu 3 Marines eine von 12 (6 im Basisspiel, 6 in der Erweiterung) vorgegebenen Missionen zu erfüllen, wobei ein Spieler die Kontrolle über die dämonischen Invasoren übernimmt und die Aufgabe hat sie mit allerlei bösen Überraschungen daran zu hindern. Die Marines bewegen sich durch die Korridore einer futuristischen Basis, finden Waffen, Munition, Rüstung, Verbandskästen und allerlei andere Ausrüstung mit deren Hilfe sie versuchen der nicht enden wollenden Flut von Monstern Herr zu werden. Das Spiel endet wenn die Mission erfolgreich abgeschlossen wurde oder die Invasoren eine bestimmte Anzahl von Marines ausgeschaltet haben. Gestorben wird recht viel, tote Marines erscheinen am Anfang ihres nächsten Spielzugs einfach wieder in der Nähe ihres Ablebens.

DIe Kämpfe sind recht originell: wenn eine Sichtlinie zum Ziel besteht, wirft man je nach Waffe eine Anzahl von Würfeln, die sowohl Reichweite als auch Schaden bestimmen. Nur wenn beides genügt, wird der Gegner verwundet. Der Spieler, der die Dämonen befehligt hat eine Menge von Ereigniskarten zur Verfügung um die Pläne der Marines zu durchkreuzen. Mal wackelt der Boden und die Bewegungsweite wird reduziert, mal gerät ein Krieger in Panik und vergisst einen Gang zu überwachen und ständig erscheinen neue grauenvolle Wesen.

Das Spiel ist ausgesprochen spassig und spannend bis zum Schluss aber man muss schon ein paar Stunden einplanen wenn man eine komplette Mission spielen mag. Die Erweiterung bietet noch die Möglichkeit Marines gegeneinander antreten zu lassen (Capture the Flag oder Deathmatch), was ich aber überflüssig finde. Interessant sind jedoch die neuen Monster, Karten und Missionen. Wenn ihr Doom also irgendwo auftreibt, seht zu dass ihr auch gleich die Erweiterung dazubekommt. Kleiner Hinweis noch: die Kartengröße unterscheidet sich ein wenig zwischen der englischen und der deutschen Version, also darauf achten dass Grundspiel und Erweiterung in der gleichen Sprache sind.

Kurzurlaubssimulator

Und wieder eine absonderliche Geschäftsidee, diesmal aus dem Wellnessbereich: der Kurzurlaubssimulator. Stellt euch ein Etablissement vor, mir zahlreichen kleinen Räumen. Diese Räume kann der Kunde zeitweise mieten, vielleicht 30 Minuten oder eine Stunde. Jeder Raum ist so eingerichtet dass er ein bestimmtes Urlaubserlebnis simuliert und das für alle Sinne. Gedacht ist diese Dienstleistung für gestresste Mitmenschen, die eine kurze aber heftige Dosis Entspannung benötigen.

Der Strand. In diesem Raum ist Sand am Boden, man sitzt auf einem Liegestuhl und räkelt sich in künstlichem Sonnenlicht. Ein Duftspender sorgt für salzigen Meeresgeruch und aus Lautsprechern kommt sanftes Meeresrauschen. Auf eine Leinwand wird ein Stück Meer mit Brandung projiziert und in der Hand hält der Kunde einen exotischen Cocktail und vielleicht ein Eis.

Der Dschungel. Hier ist der Boden mit Erde bedeckt, und der Raum ist mit zahlreichen tropischen Pflanzen ausstaffiert. Die Geräuschkulisse besteht aus allerlei Tierlauten, die Luftfeuchtigkeit ist etwas erhöht und es duftet nach Zitrusfrüchten. Zu Trinken gibt es Bitterlemon und als Snack Kokosnussstückchen.

Die Oase. Hier ist wieder Sand auf dem Boden, die Leinwand zeigt flirrende Luft über Dünen und vielleicht ab und zu eine Fata Morgana. Die Luft ist trocken, es ist warm und man hört Kamelgeräusche und das Plätschern eines Brunnens in der Nähe. Das dargereichte Getränk ist Tee und dazu gibt es Datteln.

Die Alm. Am Boden ist Gras, nach diesem duftet es in diesem Raum auch. Aus den Lautsprechern kommt entferntes Kuhglockengeläut und ab und zu mal ein Muhen. Auf der Leinwand gibt es ein Bergpanorama zu sehen, kredenzt wird euterwarme Milch und eine Portion Kaiserschmarrn.

Wie immer gilt: wenn jemand das tatsächlich umsetzt und damit reich und dick wird, darf er mir gerne ein Glas frisch gemolkene Milch spendieren ;-)

Geek and Sundry – Table Top

Der Tipp kam wie so oft vom Nerdvana Podcast: Geek and Sundry – Table Top ist eine Serie in der Gastgeber Will Wheaton (und manchmal auch Felicia Day) zusammen mit illustren Gästen (zB. Steve Jackson, Day 9, Ron Roddenberry) Brettspiele spielen. Die Spielregeln werden in jeder Sendung kurz am Anfang erklärt und auch während des Spiels wird immer wieder darauf eingegangen. Will Wheaton ist ein großartiger Gastgeber, die Show ist enorm unterhaltsam und danach weiss man im Groben wie das vorgestellte Spiel funktionert. Wunderbar ! Ich habe mir 10 Folgen am Stück angesehen und war schwerstens begeistert, vor allem wenn die bezaubernde Felicia Day mit von der Partie ist (Dr. Hannah !).

Until the light takes us

Nach dem Black Mandel letzens war mein Interesse am Norwegischen Black Metal der 90er geweckt und obwohl ich mit der Musik nicht viel anfangen kann fand ich Until the light takes us äusserst sehenswert. Man kann den kompletten Film inklusive Bonusmaterial auf der verlinkten Website ansehen, inhaltlich kommen die ganzen Schauergeschichten vor: Vikernes Mord an Oystein, die Kirchenbrände und der Selbstmord von Dead. Die Hauptperson ist Fenriz von Darkthrone, viel Zeit wird auch Count Grishnak eingeräumt der seltsamerweise recht sympathisch herüberkommt, trotz seiner kruden Ansichten.

True North [Explicit]

Bad Religion haben mal wieder ein Album aufgenommen. Ein Track heisst als Mp3 tatsächlich „Fuck You [Explicit]“, vermutlich aus rechtlichen Gründen, damit besorgte amerikanische Eltern wissen dass der Song explizite Sprache enthält. Das Genre des Albums ist Rock. Ein bisschen mehr Liebe zum Detail sollte man doch von der Plattenfirma erwarten, vor allem wenn der Gründer gleichzeitig in der Band spielt. Oder rippt das immer ein Azubi bei Amazon von einer CD ? Manchmal habe ich jedenfalls den Eindruck.

True North ist ein gutes Album, aber solange es nicht wie No Control klingt bin ich eh nicht zufrieden zu stellen. Es enthält bemerkenswerterweise den schnellsten Bad Religion Song aller Zeiten (Vanity) aber auch das weinerliche Hello Cruel World, da merkt man ja schon bei der Songlänge von 3:50 dass das nichts für den Fan der alten Tage ist. Ansonsten alles wie man es gern hat, aber gerne mal etwas langsamer dargeboten. Und natürlich inklusive des Gefühls auf der guten Seite zu stehen, das geht mir sonst nur noch bei Rise Against so.

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