8-bit Christmas

Kürzlich bin ich zufällig auf ein wunderbares Album gestossen mit dem der geneigte Nerd standesgemäss die Weihnachtsfeierlichkeiten beschallen kann: 8-bit Christmas von Rush Coil. Das sind Chiptunes Interpretationen von bekanntem Wintersonnwendfestliedgut, von Oh Tannenbaum bis Stille Nacht für sanfte 2.5 €. Ich bin jedenfalls schwer begeistert, insbesondere weil die Musik stilistisch so wunderbar zu meinem USB Weihnachtsbaum passt 8-)

Update: agent vom Nerdvana Podcast hat mich netterweise auf diesen kostenlosen Sampler hingewiesen der in die selbe Kerbe schlägt: The 8 bits of Christmas. Auch hier findet ihr bekannte festliche Melodien, gespielt auf 8 Bit Hardware. Merci, sehr besinnlich *<|:-)

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Star Trek TNG Staffel 3

Die 3. Staffel war recht unterhaltsam, aber es gab nur 2 Folgen die mich wirklich begeisterten. Zum einen der Cliffhanger in dem Cpt. Picard von den Borg assimiliert wird und zum andern „Who watches the Watchers“. Hier ging es um eine Gruppe von Anthropologen, die eine Zivilisation auf niedrigem Entwicklungsniveau zu Forschungszwecken beobachten. Durch einen unglücklichen Zufall werden diese von der einheimischen Bevölkerung entdeckt und aufgrund der überlegenen Technologie für Götter gehalten. Schnell gibt es Priester, die genau zu wissen glauben was die Götter von ihnen erwarten. Am Schluss lässt sich Picard von einem Pfeil durchlöchern um seine Sterblichkeit zu beweisen, dem Kapitän ist die erste Direktive augenscheinlich wichtiger als sein leibliches Wohl. Sehr feiner Zug.

Ich habe auch ein Besatzungsmitglied gefunden das ich statt Wesley verachten kann: Geordie LaForge wegen seines nervtötenden kumpelhaften Gehabes.

Seltsame Geschäftsideen

Ab und zu fallen mir abstruse Geschäftsmodelle ein. Da ich sie selbst vermutlich nie realisieren werde was unterschiedliche Gründe hat (nicht zuletzt weil die Geschäftsideen eben abstrus sind), veröffentliche ich diese mal hier. Vielleicht stößt ja jemand zufällig darauf und wird damit reich und berühmt. Falls ja, darf er mir gerne ein Bier spendieren.

Exklusive Bestattungen („Ihr Tod als unvergessliches Erlebnis“)

Man könnte wohlhabenden, extravaganten Mitbürgern ungewöhnliche Beerdigungen anbieten. Die meisten sind hierzulande untersagt, also müsste man den jeweiligen Leichnam samt Trauergesellschaft in ein Land mit laxeren Gesetzen bringen und dort das gewünschte Ritual durchführen. Selbstredend mit Übernachtung, Verköstigung und allerlei anderen Annehmlichkeiten. Spontan fallen mir diese Leichnamentsorgungen ein:

Das Wikingerbegräbnis. Man wird mit Schwert, Schild und Kettenhemd ausgestattet und treibt auf einem Bott brennend auf das Meer hinaus.

Pharaonenbegräbnis. In irgendeiner Wüste (billige Grundstücke, denke ich mal) wird eine Pyramide für den Verstorbenen gebaut und die mumifizierte Leiche dort verstaut. Wahlweise vielleicht noch mit Fallen gegen Grabräuber.

Keltenbegräbnis: Hügelgrab irgendwo in einem Wald in Osteuropa, natürlich mit Druidenzeremonie und Flötenmusik.

Für den schmaleren Geldbeutel könnte man Begräbnisse anbieten, die zwar nach den hiesigen Regelungen ausgeführt werden aber sich durch Kulisse und Kostüme von üblichen Beerdigungen unterscheiden. Ein Elfenbegräbnis vielleicht oder eine Star Trek Einäscherung oder Einfrieren des Leichnams in Karbonit.

Das Schwierigste ist es vermutlich die Grenze zum Klamauk nicht gänzlich zu überschreiten aber letztendlich bestimmt der Kunde den Grad an Pietät.

Mandels Büro

Mandels Büro ist ein Krimi über zwei Privatdetektive die aus dem Musikbusiness in die Ermittlerwelt gewechselt sind nachdem einer der beiden, Max Mandel eine Detektei geerbt hat. Ihr erster Auftrag ist die Beschattung des abgehalfterten Sängers einer Punkband dessen ausschweifendes Leben seiner Partnerin Verdruss bereitet. Das wäre eigentlich der perfekte Start in ihr neues Berufsleben, doch dann wird die zu observierende Person grausam ermordet und das Ermittlerduo steckt unverhofft in einem Kriminalfall der eine Nummer zu hoch für sie ist.

Der Auto Berni Mayer kennt das Musikgeschäft bestens durch seine Tätigkeit bei MTV, VIVA, einem Plattenlabel und nicht zuletzt als Musiker. Wer Lust hat auf seichte Unterhaltung, sarkastische Seitenhiebe auf’s Musikgeschäft und lockeren sprachlichen Witz (ein bisschen wie Wolf Haas), der ist mit Mandels Büro gut bedient.

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Natural Selection 2

Für Freunde des taktischen, teambasierten Eigenperspektivgemetzels gibt es ein neues Spiel: Natural Selection 2. Ich bin bei Egoshootern recht heikel, wenn mir der Mehrspielermodus zu kantik ist weigere ich mich recht schnell die Software weiterzubenutzen. NS2 basiert auf der Source Engine, damit ist das ganze Drumherum schon einmal angenehm unproblematisch – damit meine ich die Serversuche, Community Features, Tastenbelegung und so weiter.

Gespielt werden Partien zwischen Aliens und Marines, die ersteren sind eher Nahkämpfer und die letzteren benutzen hauptsächlich Projektilwaffen. Wer den ersten Teil von Aliens vs. Predator gespielt hat, wird sich schnell heimisch fühlen.

Das besondere an dem Spiel ist, dass ein Mitstreiter die Rolle des Commanders übernimmt. Dieser sieht das Spielgeschehen aus der Vogelperspektive wie bei einem Echtzeitstrategiespiel und kann Gebäude bauen, Technologien erforschen und seine Truppe mit allerlei anderen Vorteilen beglücken. Jedes Team hat höchstens einen Commander, dieser sitzt in einer Basis und diese zu zerstören ist das Ziel des Spiels.

Die Level sind mitunter recht weitläufig, dankenswerterweise kann man im Spiel immer eine Übersichtskarte einblenden lassen auf der alle Gebiete sinnvolle Namen haben. Damit ist es für den Commander auch sehr leicht sein Team zu steuern, wenn er etwa sagt „they’re attacking the hallway“, schaut man schnell auf der Karte nach wo das ist und setzt sich in Bewegung. Zusammenarbeit ist extrem wichtig, wer allein unterwegs ist überlebt meist nicht besonders lange. Äusserst gelungen ist auch der Beobachtermodus bei dem man alle relevanten Informationen zum Spiel freundlich aufbereitet dargestellt bekommt, ich denke das ist ein echter Segen für die Casterszene. Ein anderes Detail das mit gut gefallen hat ist die Autobalance: wenn in einem Team mehr Spieler sind als im anderen, dann muss jeder der im größeren Team stirbt so lange aussetzen bis die Balance wieder hergestellt ist oder ein Mitspieler stirbt. Damit bleibt es zumindest zahlenmässig ausgeglichen, ohne dass jemand zwangsweise in die andere Mannschaft versetzt wird.

Doch Natural Selection 2 hat auch ein Problem: es ist schwer zu erlernen und es dauert geraume Zeit bis man sich einigermassen zurechtfindet, geschweige denn mal einen Gegner erlegt. Vor allem auf der Seite der Ausserirdischen ist einiges Geschick und eine hinterhältige Denkweise gefragt. Ähnlich wie bei Brink ist dementsprechend die Zockergemeinde recht überschaubar, an Servern mangelt es nicht doch die meisten sind leer.

Nach knapp 10 Stunden Spielzeit bin ich mir zwar noch nicht sicher ob das Spiel auf längere Sicht wirklich so viel Spass macht wie die Konkurrenz, aber eins ist sicher: die Rolle eines Kommandeurs wird man bald häufiger in Egoshootern sehen.

Fraktus

Fraktus ist eine Mockumentary über die fiktive Elektroband gleichen Namens, ganz im Stile von This is Spinal Tap, den man übrigens als Musikfan unbedingt gesehen haben sollte. Das Trio ist nach einem katastrophalen Konzert auseinandergebrochen und die Musiker haben sich seit 25 Jahren nicht mehr gesehen, da versucht ein windiger Reporter die Recken für ein Comeback zu gewinnen doch das stellt sich als schwieriger heraus als erwartet.

Ich habe mich prächtig amüsiert, bei der Szene mit dem Dönerspiess habe ich buchstäblich Tränen gelacht. Also klare Empfehlung meinerseits.