Wie man einen Karpatenhund malt

Nachdem einige Nachfragen kamen wie ich diese Bilder male, hier mal eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung. Zunächst drucke ich mir das Motiv aus, allerdings meist kleiner als hier zu sehen. Dann zeichne ich ein Gittermuster mit einem weichen Bleistift (zB. 2B) auf die Leinwand und mit Filzstift (zB. CopicMarker) auf den Ausdruck, das Verhältnis muss natürlich passen.

Danach zeichne ich die Konturen mit Bleistift ab, das ist der anstrengenste Teil weil man bei diesem Schritt keine Fehler machen darf. Radieren funktioniert leider auf Leinwand nicht so richtig gut, ich benutze einen Faber Castell „Dust-Free“ der ist ok aber bei weitem nicht perfekt.

Je nach Bild male ich danach entweder die Outlines oder erst die Farben und danach die Outlines darüber, gerade bei Ligne Claire bietet sich die zweite Variante an weil sie dem Druckbild näher kommt. Ich benutze Acrylfarben unterschiedlicher Hersteller.

Dann male ich die Farben, wobei ich je nach Deckkraft unterschiedlich viele Schichten auftrage. Bei dem hellen Rot waren es hier 3, das Hellblau deckte besser da reichten 2. Für diesen Artikel habe ich erst das Rot komplett fertig gemalt bevor ich das Blau anfing, normalerweise male ich eine Schicht und während diese trocknet male ich schon eine Schicht in einer anderen Farbe (und batzel mir dabei regelmässig die Hände voll). Bei hellen Farben übermale ich die Bleistiftlinien mit Weiss, sonst schimmern diese durch.

Dann noch die letzte Farbe draufgepinselt und noch ein paar Fehler ausgebessert und schon hab ich ein neues Bild um es an die Wand zu hängen. Perfektion ist mir dabei nicht sonderlich wichtig – sonst könnte ich mir ja gleich den Ausdruck selbst aufhängen. Ich habe es lieber etwas fehlerhaft aber dafür selbstgemacht. Der Zeitaufwand variiert stark, für den Karpatenhund habe ich vielleicht 6 Stunden gebraucht. Ich muss mich auch immer etwas zurückhalten „Fehler“ vom Original zu „verbessern“, hier ist beispielsweise das rechte Auge etwas zu hoch – aber Aiga wird sich schon etwas dabei gedacht haben ;-P

Intrusion

Intrusion von Ken MacLeod ist ein dystopischer SciFi Roman, erzählt wird die Geschichte von Hope, einer schwangeren Frau die sich weigert eine Pille („The Fix“) zu nehmen welche potentielle Gendefekte ihres Fötus reparieren soll. Ein Verweigern dieser Prozedur wird gesellschaftlich nur anerkannt wenn die Ursache religiös motiviert ist, was bei Hope aber nicht der Fall ist. Dadurch gerät sie in die Mühlen von staatlichen Institutionen, die um das Wohlergehen des ungeborenen Kindes besorgt sind. Das geht so weit dass werdende Mütter verpflichtet sind ein Armband zu tragen das sie überwacht um etwa den Konsum von Alkohol zu verhindern. Zudem herrscht ein Klima des Misstrauens vor Terrorismus, der Staat schützt seine Bürger mit Überwachung und Folter vor dieser Gefahr. Allerdings liegt dem Ganzen kein totalitärer Staat zugrunde sondern ein System das im Grunde nur für alle das Beste will. Überflüssigerweise gibt es noch einen übersinnlichen Aspekt in dem Buch, denn Hope’s Ehegatte hat Visionen von zukünftigen und vergangenen Ereignissen.

Ich habe mich mit dem Buch schwer getan, die Handlung ist zwar interessant und hat einige gute Ideen aber das kafkaeske Ringen mit den Behörden und die Szenen in denen der Staat seine repressiven Methoden einsetzt haben mir das Buch etwas verleidet. Ich habe es dann immer wieder aus der Hand gelegt und musste mich zwingen weiterzulesen, weil ich letztlich doch wissen wollte wie es endet. Fazit: muss man nicht gelesen haben, es gibt bessere Dystopien.

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Serviceoase

Es wird ja viel geschimpft über mangelhaften Service hierzulande. Daher mal kurz wie es auch laufen kann: vor einiger Zeit habe ich mir wie es so meine Art ist ein Nerdshirt bestellt. Das kam erst nach ungebührlich langer Zeit an, weshalb ich eine negative Bewertung beim Versandhaus hinterlassen habe. Keine Stunde später meldete sich ein Mitarbeiter des Unternehmens, entschuldigte sich für die lange Lieferzeit und bot mir ein kostenloses Shirt meiner Wahl an, das dann auch 2 Tage später im Briefkasten lag. So verhätschelt man erfolgreich Kunden.

K’nex Halterung fürs Galaxy Tab 2

Mein (nicht mehr ganz so) neues Tab braucht natürlich auch eine K’nex Halterung.

Die Einzelteile kann man bei der K’nex Usergroup bestellen, die Gummis sorgen für etwas Reibung damit das Gerät nicht so leicht seitlich herausrutscht.

So sieht das fertige Teil aus, weil es etwas größer ist habe ich hinten noch einen Seitenstabilisator eingebaut.

Und so sieht’s im Feldversuch aus:

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Professor Bienlein

In letzter Zeit bin ich ziemlich produktiv, das muss an meiner Muse Ping liegen :-) Diesmal habe ich den liebenswerten Professor Bienlein aus Tim und Struppi gemalt, der mir überraschend leicht von der Hand ging. Apropos Tim und Struppi, ich wünschte es gäbe eine Apparatur mit der bestimmte Erinnerungen aus dem Gedächtnis gelöscht werden könnten. Dann würde ich mir Hergés Werk, Calvin & Hobbes und noch einiges andere entfernen lassen um alles neu entdecken zu können.

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Das Fussballphantom

Gestern hab ich die wohl schlechteste Folge der Drei Fragezeichen aller Zeiten gehört: das Fussballphantom. Es geht eigenltich gar nicht um Fussball sondern um eine Erpressung bei der die drei Detektive mittels einer Konferenzschaltung auf ihrem Handy mithören können. Die komplette Geschichte ist sowas von unplausibel, sie könnte glatt als Parodie durchgehen. Achtung, jetzt kommen Spoiler.

Die drei Fragezeichen können die Nummer des Anrufers der sie in die Konferenz einlädt aus irgendeinem fadenscheiningen Grund nicht sehen. Der Erpresser bekommt nichts von ihrer Anwesenheit in der Konferenz mit. Sie schalten ihr Handy auf stumm. Der Erpresser feuert mit einer schallgedämpften Pistole die in eine Fotokamera eingebaut ist auf den Fussball in einem laufenden Spiel. Niemand stört sich daran, dass der Ball zerplatzt. Justus lenkt einen Ordner mit der schlechtesten Schwedisch-Imitation jemals ab. Dem Erpresser geht es um ein Erinnerungsstück (Brief oder Foto, hab ich vergessen) welches das Opfer in seinem Safe aufbewahrt und veranstaltet eine Ralley durch die Stadt mit unfassbar dämlichen Rätseln, unter anderem eine Rechenaufgabe die Justus in 3 Sekunden löst. Nachfrage seiner Kollegen: stimmt das Ergebnis? Justus: ja, ich habe es 3 mal nachgerechnet. Am Ende schiesst Bob mit der Kamerapistole auf eine Mingvase. Eine Mingvase ! Also ehrlich, haben die keinerlei Qualitätskontrolle bei Europa ?! Ich habe heute jedenfalls Muskelkater im Nacken vom vielen Kopfschütteln. Aber unterhaltsam war es gerade deshalb trotzdem.

Carcosa – Sorcery

Es geht weiter mit Carcosa \o/

Diesmal lade ich die Songs einzeln hoch sobald sie „fertig“ sind, los geht’s mit Sorcery. Im Mittelteil habe ich mal ein dilettantisches Solo (mit Wah !) reingebastelt, aufgenommen ist es wie die anderen Stücke auch: eine Gitarre weiter links, eine weiter rechts und in der Mitte ein Drumtrack. Die Spuren spiele ich immer komplett am Stück ein, ihr könnt euch sicher vorstellen wie oft ich das aufnehme bis die Leadgitarre halbwegs fehlerfrei steht :-)

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