Egoshooter IV

Counterstrike war so weit ich weiss der erste Shooter (eigentlich nur eine Modifikation für das Spiel Half Life) der richtiges Teamplay forderte. Trotzdem habe ich mich nie für das Spiel begeistern können, denn es hat einige grobe Design Fehler die mir den Spaß daran vergällen und ich bin immer noch erstaunt wie populär CS trotzdem noch ist.

In CS spielen zwei Fraktionen gegeneinander, die Terroristen gegen eine Spezialeinheit der Polizei. In den Missionen muss eine Fraktion ein simples Ziel erreichen, etwa eine Bombe an einem bestimmten Ort plazieren und die andere Fraktion muss das verhindern.

Jede Runde wird im Arena Modus gespielt, das bedeutet wenn man virtuell stirbt muss man die komplette verbleibende Zeit damit verbringen den anderen Spielern bei ihrem Treiben zuzusehen. Damit sinkt die Nettospielzeit gerade bei Einsteigern stark, weil man sich recht schnell ein virtuelles Geschosss einfängt. Man verbringt also mehr Zeit mit Zusehen als damit selbst zu agieren.

Counterstrike bemüht sich möglichst realistisch zu sein, die Spielfiguren halten nicht besonders viel aus. Das Resultat ist, dass es keine spannenden langen Feuergefechte gibt. In der Regel läuft man um die Ecke und wird von einem Gegner gefällt der dort gelauert hat (und muss dann wieder warten bis eine neue Runde beginnt). Wenn man gut ist oder Glück hat, besiegt man den Hinterhältler. Dieser hat dann die meiste Zeit des Spiels damit verbracht an einem Ort zu warten, und danach wartet er erneut bis eine neue Runde beginnt.

Zudem gibt es noch einen ökonomischen Aspekt: jedes der beiden Teams verfügt über ein Budget das je nach Abschneiden in der vorigen Mission größer oder kleiner ist. Damit können sich die Spieler dann vor jeder Runde mit Waffen und Ausrüstung versorgen. Mich hat das einfach nur genervt, ich verstehe auch nicht warum man die Fraktion die eh schon überlegen ist auch noch mit besseren Gegenständen belohnen sollte.

Bei aller Kritik muss man jedoch anerkennen dass es Counterstrike geschafft hat Egoshooter zum taktischen Mannschaftssport zu machen. Es gibt mittlerweile allerdings weitaus bessere Spiele dieser Art.

Fortsetzung folgt.

Roger

Diesmal wollte ich nicht so viele Farbschichten malen, da kam mir Roger aus American Dad als Motiv gerade recht. Dementsprechend hat das Bild auch nur vielleicht 4 Stunden Pinselei gefordert. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen was ich links davon aufhänge :-)

Fnordfunk und 1337kultur

Gestern habe ich mehr oder weniger zufällig einen weiteren Podcast aus dem CCC Umfeld entdeckt: den Fnordfunk vom CCC Mainz. Thematisch geht es um die üblichen Nerdthemen, Technik, Überwachung etc. Gehört habe ich bislang nur die Folgen über Lego und Tabletop und beide waren äusserst informativ.

1337kultur ist ein Podcast über Nerdkultur von Maha, also ebenfalls aus dem CCC Dunstkreis. Die Episoden sind nicht ganz so gut produziert und auch inhaltlich etwas schwächer aber dennoch hörenswert. Besonders gefallen haben mir die Sendungen über Comics und Animes, da waren einige gute Tipps und auch durchaus Wissenswertes dabei.

Sherlock

Die BBC hat den Versuch unternommen die Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle in moderne Zeiten zu versetzen und das Unterfangen ist vortrefflich gelungen. Es handelt sich bei Sherlock um eine mittlerweile sechsteilige Fernsehserie, jede Episode hat Spielfilmlänge und kann sich qualitativ mit jedem Hollywood Thriller messen. Dankenswerterweise orientiert man sich hier stark an der Literaturvorlage und verheizt den exzentrischen Detektiv nicht als Actionheld wie in der stumpfen Verfilmung von Guy Ritchie.

Die letze Folge, The Reichenbach Fall ist wirklich königlich. Hier kommt es zum Duell zwischen Holmes und Moriarty, ein genialer Schachzug jagt den nächsten. Ich denke ich habe in den 90 Minuten bloss zwei mal gezwinkert um nichts zu verpassen. Sherlock will man definitiv gesehen haben, für Menschen mit Fernseher: im Mai wird die ARD die zweite Staffel zur besten Sendezeit in deutscher Synchronisation ausstrahlen.

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Steelseries Merc Stealth II

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Verarbeitungsqualität meiner neuen Steelseries Merc Stealth Tastatur: nach noch nicht einmal 2 Wochen in Betrieb sind die ersten Ausfallerscheinungen sichtbar. Offenbar habe ich einen sehr starken linken Zeigefinger. Die Taste funktioniert zwar noch tadellos, aber von einem Keyboard für exzessive Zocker habe ich mir deutlich solideres Material erwartet. Schade.

How to Survive The End Of The World As We Know It: Tactics, Techniques, and Technologies for Uncertain Times

Dass die Zombieapokalypse kurz bevor steht ist ja allgemein bekannt und ich setze einfach mal voraus dass jeder vorausdenkende Mensch den Zombie Survival Guide bereits verinnerlicht hat. Falls die wandelnden Toten jedoch auf sich warten lassen kann die Zivilisation auch auf althergebrachte Weise untergehen, Krieg und Krankheit waren ja schon immer treue Gefährten des Homo Sapiens. Um sich gebührend auf den Zusammenbruch vorzubereiten kann man How to Survive The End Of The World As We Know It von James Wesley, Rawles lesen (das Komma gehört offenbar zum Namen ?!), der auch das Survival Blog betreibt.

Ich mag generell Endvölkerungsszenarien und Selbstversorgung in einem begrenzten Habitat, wie etwa auf ausgedehnten Reisen im Weltall finde ich äusserst interessant. Vor diesem Hintergrund habe ich das Buch gelesen und es waren tatsächlich einige gute Informationen darin zu finden. Zum Autor muss ich sagen dass ich positiv überrascht ob dessen Moral war, er ist wohl ein Mensch mit starkem Gemeinschaftssinn denn der Gedanke bei aller Vorausplanung stets auch zukünftig hilfsbedürftige Mitmenschen zu berücksichtigen zieht sich durch das ganze Werk. Ich hatte eher einen misanthropen Einzelkämpfer erwartet.

Die Strategie die vorgeschlagen wird, ist sich eine Enklave abseits dichtbesiedelter Gebiete aufzubauen, sich mit erklecklichen Vorräten und Werkzeugen einzudecken und möglichst viele praktische Fähigkeiten zu erlernen was sich grundsätzlich vernünftig anhört. Leider sind in der Praxis viele Dinge auf Amerika zugeschnitten, so wird etwa seitenweise erklärt was man alles für Feuerwaffen besitzen und welche Munition man dafür horten sollte. Seltsam fand ich auch dass das Fortbewegungsmittel erster Güte bei Zivilisationsende, nämlich das Fahrrad übergangen wird. Dafür gibt es einige Abschnitte über Pferde, die man zugegebenermassen bei der Bewirtung seiner Parzelle brauchen könnte aber naturgemäss ein weiteres Maul zu füttern sind. Ich denke auch dass eines seiner Schreckensszenarien unrealistisch ist, nämlich der Totalausfall des Stromnetzes und damit auch der Wasserversorgung.

Als Gedankenspielerei fand ich das Buch gelungen, allerdings fange ich jetzt mit Sicherheit nicht an Batterien und Konservendosen anzuhäufen.

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Community

In einem Podcast, ich glaube es war NSFW wurde die amerikanische Sitcom Community als sehenswert angepriesen also habe ich mir mal die erste Staffel angeschaut. In der Serie geht es um eine Gruppe erwachsener Schüler, die aus unterschiedlichen Gründen in ein Community College gehen um einen Abschluss zu erhalten.

Ich fand Community eher fad, etwa auf dem Niveau von Friends. Man kann sich die Serie schon ansehen und es ist auch halbwegs unterhaltsam, es passiert aber schlichtweg nichts Interessantes, alles war schon mal auf die ein oder andere Weise da. Erwähnenswert ist vielleicht dass der greise Chevy Chase mitspielt, angeblich weil ihm die Skripte so gut gefallen haben was ich nicht so recht nachvollziehen kann. Ausser vielleicht Britta ist mir keiner der Charaktere ans Herz gewachsen und Abed, der Nerd/Psycho der Gruppe ging mir einfach nur auf die Nerven. Kann man sich schon zu Gemüte führen, muss man aber nicht.

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