From Enslavement to World Downfall

Noch immer habe ich nicht alle Schallplatten die ich einst besessen habe in meiner digitalen Sammlung, es fehlte beispielsweise noch From Enslavement to Obliteration von Napalm Death, das mir Ende der Achtziger von einem Kumpel aus Trollerei geschenkt wurde, denn er wusste dass ich mit dem wüsten Geknüppel nichts anfangen kann. Das war das erste mal dass ich Blastspeed gehört habe und dementsprechend ein ziemlicher Kulturschock. Aber ein Track hatte es mir dann doch angetan und zwar der Zeitlupensong Evolved as One.

Als ich das Album in den Warekorb legen wollte ist mir ein Review aufgefallen in dem es als Meilenstein des Grindcore gepriesen wurde, aber noch besser sei World Downfall von Terrorizer, also hab ich das aus musikhistorischen Gründen gleich mit eingesackt in der Erwartung jedes der beiden Werke genau einmal zu hören und sie dann einzubalsamieren. Doch weit gefehlt: ich konnte gar nicht genug kriegen von World Downfall. Wenn man Grindcore zwischen Punk und Death Metal verortet, dann schwingt das Pendel hier deutlich in Richtung Punk, dabei ist aber alles sauber gespielt, insbesondere das Schlagzeug. Kein Wunder dass Pete Sandoval danach von Morbid Angel abgeworben wurde, was für ein Brett ! Aber das Album kommt bei aller Härt mit der Leichtfüssigkeit einer Hardcore-Punk Platte daher. Wundervoll.

Einmal angefixt habe ich mir noch ein späteres Werk, nämlich Caustic Attack zugelegt und auch das ist grandios, aber deutlich näher am Death Metal, worauf ich mir noch Sounds of the Animal Kingdom von Brutal Truth zugelegt habe und schwups bin ich zum Grindcore Fan mutiert. Wobei mich bei letzterem Langspieler das Stilmittel nervt wo sie nach dem Ende des Songs nochmal kurz nachlegen, ich denke da muss ich mal wieder an den Soundfiles herum manipulieren.