Thoughts and Prayers, Age of Unreason, Thresholds & Paradox, 2nd Edition, Manic Impressions

Erst mal die Standards: Age of Unreason, das neue Bad Religion Album rockt bitterlich, zum Glück ist das kümmerliche The Kids are Alt-right nicht drauf. Thoughts and Prayers von den ähnlich gelagerten Good Riddance ist okay, aber die Burschen haben schon besseres aufgenommen. Einen Bonuspunkt gibt’s aber für den zynischen Titel.

Ich kann mich noch erinnern, dass Nocturnus mit Thresholds einen schweren Stand auf dem Pausenhof hatten: Synthesizer ! Ein paar Jahrzehnte später finde ich das Album grossartig, vor allem den Track Arctic Crypt. Ich hab mir das Album eigentlich bloss als Ergänzung zum gerade erschienenen Paradox rausgelassen, aber vor lauter Nostalgie komm ich einfach nicht dazu dem gebührend zu lauschen. Aber was ich bislang gehört habe weiss zu überzeugen.

Und dann wäre da noch 2nd Edition von Gygax, ja, richtig gelesen. Die Band hat sich tatsächlich nach dem D&D Erfinder benannt, das alleine rechtfertigt ja schon den Kauf. Aber die Musik ist dann auch überraschend gut: manierlicher Classic Rock mit Doppel-Gitarren-Harmonien und Texten die ins Rollenspielerherz treffen.

Weil immer noch Platz auf dem iPad ist und der Geldbeutel sich nicht schnell genug versteckt hat, habe ich mir noch Manic Impressions von Anacrusis eingefahren. Eigentlich bloss weil da ein Cover von New Model Army’s I Love The World drauf ist und was soll ich sagen: grandiose Musik auch abseits des Songs. Die Knaben spielen progressiven Thrash mit einem der flexibelsten Sänger die ich je gehört habe. Da muss definitiv noch mehr davon in die Sammlung !

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Tagebuch 29

Wenn ihr mal ein paar Abende mit hirnzermarterndem Rätselraten verbringen wollt, könnt ihr getrost zum Tagebuch 29 greifen. Das Buch enthält 63 Rätsel, die alle aufeinander aufbauen. Wenn man eines gelöst hat, muss man das Ergebnis auf einer Webseite eingeben und bekommt ein Codewort das dann wiederum bei einem der folgenden Knobelaufgaben benötigt wird. Sollte man mal nicht weiterkommen, gibt es dort auch Hilfen, vom kleinen Stupser bis zur vollständigen Lösung. Ich fand fast alle Rätsel gelungen, ein paar waren geradezu genial und das Gefühl wenn man nach schier endlosem im-Dunkel-Tappens einen Geistesblitz hat ist einfach grandios. Natürlich waren auch ein paar Gurken dabei, manche kann man gar nicht lösen weil die Aufgabe unklar ist, der Druck zu ungenau ist oder sich der Autor schlicht vertan hat. Aber dann bemüht man halt die Hilfestellungen und weiter geht’s mit dem Denksport. So etwa 4-5 Stunden Spass waren drin und natürlich gibt es noch mehr in der Art.

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From Enslavement to World Downfall

Noch immer habe ich nicht alle Schallplatten die ich einst besessen habe in meiner digitalen Sammlung, es fehlte beispielsweise noch From Enslavement to Obliteration von Napalm Death, das mir Ende der Achtziger von einem Kumpel aus Trollerei geschenkt wurde, denn er wusste dass ich mit dem wüsten Geknüppel nichts anfangen kann. Das war das erste mal dass ich Blastspeed gehört habe und dementsprechend ein ziemlicher Kulturschock. Aber ein Track hatte es mir dann doch angetan und zwar der Zeitlupensong Evolved as One.

Als ich das Album in den Warekorb legen wollte ist mir ein Review aufgefallen in dem es als Meilenstein des Grindcore gepriesen wurde, aber noch besser sei World Downfall von Terrorizer, also hab ich das aus musikhistorischen Gründen gleich mit eingesackt in der Erwartung jedes der beiden Werke genau einmal zu hören und sie dann einzubalsamieren. Doch weit gefehlt: ich konnte gar nicht genug kriegen von World Downfall. Wenn man Grindcore zwischen Punk und Death Metal verortet, dann schwingt das Pendel hier deutlich in Richtung Punk, dabei ist aber alles sauber gespielt, insbesondere das Schlagzeug. Kein Wunder dass Pete Sandoval danach von Morbid Angel abgeworben wurde, was für ein Brett ! Aber das Album kommt bei aller Härt mit der Leichtfüssigkeit einer Hardcore-Punk Platte daher. Wundervoll.

Einmal angefixt habe ich mir noch ein späteres Werk, nämlich Caustic Attack zugelegt und auch das ist grandios, aber deutlich näher am Death Metal, worauf ich mir noch Sounds of the Animal Kingdom von Brutal Truth zugelegt habe und schwups bin ich zum Grindcore Fan mutiert. Wobei mich bei letzterem Langspieler das Stilmittel nervt wo sie nach dem Ende des Songs nochmal kurz nachlegen, ich denke da muss ich mal wieder an den Soundfiles herum manipulieren.

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Spirou in Berlin und Envy the Night

Spirou in Berlin hatte ich schon ewig auf meiner Leseliste, aber die Serie gibt es nicht auf Comixology und ich wollte den Band auch auf deutsch lesen. Aber es war wie verhext: immer wenn ich das Comic kaufen wollte, war es nicht vorrätig und irgendwann war die Erstauflage vergriffen und ich habe es aus den Augen verloren, denn etwas im Buchhandel bestellen und dann nochmal wiederkommen zum Abholen ist irgendwie nicht so meins. Aber jetzt habe ich es geschenkt bekommen, bin gerade fertig geworden und muss sagen: Flix ist völlig zurecht der erste deutsche Zeichner der einen Spirou malen durfte, denn er hat nicht nur einen geschmeidigen Strich sondern er kann auch Geschichten erzählen und hat ein feines Gespür für Komik. Und obendrein merkt man bei Flix die Einflüsse, die mir wichtig sind: Bill Watterson und Hergé. Das Comic ist ein typisches Spirou und Fantasio Abenteuer, es spielt in der DDR kurz vor dem Mauerfall und ist voller Anspielungen und Déja-vus. Wirklich toll.

Nachdem mir How it Happened so gut gefallen hat, habe ich mir mit Envy the Night einen weiteren Thriller von Michael Koryta reingezogen, aber wie es oft der Fall ist wenn man hohe Erwartungen hat, war ich etwas enttäuscht. Handwerklich ist das Buch schon okay und es kommt auch ein Quäntchen Spannung auf, aber so richtig mitgerissen hat es mich leider nicht.

Creative Pebble und PAC SNI-1/3.5

Mein Monitor hat ja USB Anschlüsse und eine Klinkenbuchse und wenn ich mein Notebook anschliesse werden Klänge via HDMI an den Bildschirm übertragen. Da lag es nahe externe Lautsprecher anzuschaffen, die kein eigenes Netzteil haben sondern über die USB Ports gespeist werden. Meine Wahl fiel auf die Pebbles von Creative und für die paar Euro haben sie einen durchaus ansprechenden Klang. Wenn man allerdings die USB Ports des Monitors als Stromquelle nutzt, bekommt man unangenehme Störgeräusche.

Nach ein wenig Recherche bin ich auf dieses feine Gadget gestossen: Den SNI-1/3.5 Ground Loop Isolator, das ist ein kleines Kästchen das man zwischen Klinkenausgang und Lautsprecher schaltet und wie von Geisterhand verschwindet das nervtötende Brummen und Zirpen. Bloss als kleiner Rat falls euch mal ein ähnliches Problem nervt.

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