Kurze Durchsage: nächste Woche am Montag könnt ihr den Sunken Paradise Song im Radio hören, wenn ihr möchtet. Und zwar im Superufo auf Radio StHörfunk irgendwann zwischen 19:00 und 19:30, besten Dank an the_Agent :o)
White Crows
White Crows ist ein herrliches Science Fiction Comic von Djief, mit phantastischem Artwork und einem Szenario das mich stilistisch sehr an Luc Bessons Das fünfte Element erinnert hat. So ist es wohl auch kein Zufall, dass der Held der Serie den Nachnamen Willis trägt.
Die Menschheit wird von den meisten Spezies verachtet und diskriminiert, der Polizist Frank Willis hat es dennoch geschafft durch selbstzerstörerischen Eifer zum Einsatzleiter einer Spezialeinheit aufzusteigen. Gerade ist er einem Waffenschmugglerring auf der Spur, da erhält er unerwart Gesellschaft in Form seiner minderjährigen Tochter Shelly samt ihres pedantischen Haushaltsroboters Vektor. Es entwickelt sich ein humorvolles und actiongeladenes Abenteuer mit bizarren Aliens, riesigen Kakerlaken und technologischen Wunderwerken. Es sind vorläufig offenbar bloss 3 Alben geplant, ich hoffe inständig dass es nicht dabei bleiben wird.
Bondage Fairies
Ping hat mich gestern liebenswerterweise zu einem Konzert der Bondage Fairies mitgenommen, das ist eine Elektropunk / Chiptunes Band aus Schweden, die immer mit bizarren Masken verkleidet auftritt. Elvis Creep, der Sänger hatte LEDs auf dem Kopf und der Bassist rechts trug einen Helm in dem ein kleiner Affenschädel steckte. Die 4 Jungs waren ausserordentlich sympathisch und die quietschige Musik erzeugte bei mir derart gute Laune dass ich augenblicklich zum Fan geworden bin.
Carcosa – Sunken Paradise
Und wieder ein Track fertig, viel Spass mit Sunken Paradise. Das soll so eine Cthuluide Unterwassermonster Nummer sein. Der Chorus zum Mitgrunzen:
Cyclopic pillars on majestic sqares / old as time / sunken paradise
Gigantic cities lurking down below / eternally / sunken paradise
Mein erster Klettersteig
Vergangenes Wochenende habe ich meinen ersten Klettersteig erklommen und das Erlebnis war irgendwo zwischen Fetzengaudi und Todesangst.
Wir sind den Fels links vom Stuibenfall hochgekraxelt, und trotz der zahlreichen Stufen und des Stahlseils waren einige adrenalin-steigernde, knifflige Stellen dabei. Ambitionierte Alpinisten belächeln das Ganze sicherlich und ärgern sich vermutlich auch darüber dass mit der Installation von Klettersteigen ihre Routen dem Massentourismus geopfert werden. Ich kann den Groll verstehen, aber ohne diese Hilfsmittel hätte ich diese Erfahrung schlichtweg nie machen können und die Berge gehören ja nicht ausschliesslich den Kletterern. Der Höhepunkt ist am Ende der Route, da muss man den Wasserfall über eine Seilbrücke queren und unter dem geneigten Wandersmann stürzt das Wasser 150m in die Tiefe. Formidabel.
Selbstredend gab es auch einen Geocache unterwegs zu finden, das war dann das Sahnehäubchen obendrauf.
Das Geheimnis der Spülmaschinentabs
Neuerdings kaufe ich die billigen Spülmaschinentabs vom Discounter anstelle der Premiummarken und ärgere mich regelmässig über die minderwertige Verpackung der einzelnen Reinigungsmittelquader. Im Gegensatz zu ihren hochpreisigen Verwandten wehren sich diese possierlichen Tabletten mit aller Macht dagegen aus ihrer schützenden Hülle entnommen zu werden. Gerade eben stand ich an der Kasse mit einem Karton besagter Ware, las aus Langeweile die Gebrauchsanweisung und musste feststellen dass das mühselige Entfernen der Tabpräservative vollkommen unnötig war weil sich die Folie im Wasser einfach auflöst. RTFM FTW !
Der Fluch des Rubins
Prometheus
Prometheus ist ein furchtbar schlechter Film, ich habe gerade gesehen dass er von der Deutschen Film und Medienbewertung das Prädikat „wertvoll“ erhalten hat. Soll das Satire sein ?
Aber bevor ich vom Leder ziehe will ich zunächst einmal loswerden was mir gefallen hat. Ich fand die Klangkulisse gut, vor allem während des Unwetters auf dem fremden Planeten. Ein Augenschmaus war auch das visuelle Design: das Raumschiff, die Fahrzeuge, die Raumanzüge, die graphischen Oberflächen der Computer und nicht zuletzt die Aliens sahen atemberaubend aus.
Über die Handlung will ich mich gar nicht auslassen, sie war vollkommen unsinnig. Das fand ich aber gar nicht so schlimm, was mich gestört hat waren Szenen die so grenzdebil waren dass ich am liebsten laut schreiend aus dem Saal gerannt wäre. Vorsicht, es folgen Spoiler.
Wenn man auf einem fremden Planeten landet, dann nimmt man nicht seinen Helm ab. Wenn zudem ein Besatzungsmitglied mit einer Krankheit kontaminiert wird, nimmt man danach erst recht nicht den Helm ab. Androiden zeigen keine Emotionen, sie freuen sich auch nicht kindlich über ein schickes Hologramm des Universums. Ein Exobiologe der auf eine ausserirdische Spezies trifft, versucht diese nicht zu streicheln. Wenn ein tausende Tonnen wiegendes Raumschiff auf die Planetenoberfläche trifft, dann genügt es nicht sich darunter wegzurollen um zu entkommen. Ein Wesen, das schockgefrostet wird kann nicht plötzlich auferstehen, seine Körpergröße ohne Zufuhr von Nahrung verhundertfachen und sich in einem Rettungshabitat verstecken. Rettungskapseln, bei denen man sich zuvor einen Raumanzug anziehen muss sind sinnlos. Das automatische Operationsmodul auf dem Schiff ist nur für Männer konzipiert, obwohl die (weibliche) Expeditionsleiterin dafür gesorgt hat dass es installiert wird. Eine hochentwickelte Rasse startet ihre Raumschiffe sicher nicht mit einer Blockflöte.
Generell waren die Handlungen der Protagonisten kaum nachvollziehbar, seltsam emotionslos und meist ohne Konsequenzen. Die angedrohte Fortsetzung werde ich mir jedenfalls sicher nicht im Kino ansehen, zumal die spärlichen 3D Effekte den Aufpreis kaum wert waren.



