What does this button do ?

So, mal wieder eine Musiker Biographie gelesen, und zwar What does this button do ? von Bruce Dickinson. Selbstverständlich geht es viel um Musik im Allgemeinen und Iron Maiden im Speziellen, aber genauso wichtig ist dem Tausendsassa die Fliegerei und das Fechten. Es ist weniger eine Ansammlung von Tour-Anekdoten als vielmehr ein Best-of der Dinge die dem Sänger am meisten am Herzen liegen. Liest sich sehr geschmeidig und teilweise auch rührend, beispielsweise das Konzert in Sarajewo oder sein Umgang mit der Krebserkrankung.

Dabei hab ich mich auch mal wieder durch die gesamte Diskographie durchgehört und meine All-Time Top 3 ist:

  • Powerslave (Iron Maiden)
  • Accident of Birth (Solo)
  • Brave New World (Iron Maiden)

Brick Headz

Vor kurzem habe ich einen von diesen Brick Headz von Lego geschenkt bekommen und ich muss sagen, die Figuren haben’s mir ziemlich angetan. Die Sets sind relativ günstig und dementsprechend schnell zusammengesteckt. Ideal wenn man am Feierabend mal Lust auf 30-45 Minuten Bastelspass hat. Es gibt die üblichen Merchandise Welten (Harry Potter, Ghostbusters, Superhelden usw.), am besten läuft mir natürlich Star Wars rein. Ich glaube am meisten gefällt mir daran dass sie ein wenig wie dreidimensionale Pixelkunstwerke aussehen. Wundervoll. Und Luke, Yoda und Leia sind auch schon angekündigt.

Magpie Murders

Ab und zu lese ich ganz gern mal einen Whodunit und Magpie Murders wurde – wenn ich mich recht entsinne – von Stephen King auf Twitter empfohlen. So etwa bis zur Hälfte des Romans bekommt man auch genau das: der Detektiv Atticus Pünd ermittelt in einem Mordfall in der beschaulichen englischen Provinz. Ganz wie man es bei Agatha Christie erwarten würde, doch dann gibt es eine kuriose Wendung die der Geschichte eine ganz neue Ebene verleiht.

Je weniger man über das Buch weiss, desto besser funktioniert es, daher: keine Reviews und nicht den Klappentext lesen, sondern einfach reinstürzen wenn euch das Genre zusagt. Ich hatte große Freude daran.

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Panzerschokolade und Comixology

Panzerschokolade ist nicht nur das Methamphetamin mit dem sich die Wehrmacht gedopt hat sondern auch das erste Buch von Rep Rachel, die sonst bei Farin Urlaub Racing Team trommelt. Es ist ein Roman mit autobiographischen Zügen und handelt von den Irrungen und Wirrungen die man als Musikerin so erlebt: ständig in Geldnöten, von einem Überbrückungsjob zum nächsten, dann mal eben zu Rock am Ring und dabei immer umgeben von skurrilen Mitmenschen. Das ganze ist auffallend gefällig geschrieben und durchaus unterhaltsam, aber verglichen mit The Dirt etwas harmlos. Hat mir trotzdem sehr gefallen.

Dann habe ich mich nach Jahren der Enthaltsamkeit endlich wieder der sequenziellen Kunst gewidmet. Auslöser war das neue Spirou Album das demnächst erscheint, gezeichnet von Flix, dem ersten Landsmann dem die Ehre zu Teil wird einen Band der berühmten franko-belgischen Serie zu fabrizieren. Mein Hauptproblem mit gedruckten Comics ist ja, dass ich nicht meine Wohnung vollstopfen möchte. Ich habe ein bisschen damit experimentiert am Computer zu lesen, aber das war irgendwie nicht befriedigend. Jetzt habe ich allerdings eine prima Lösung gefunden: ein iPad mit der Comixology app.

Man bekommt Tablets ja mittlerweile in Größen, die einer Albumseite entsprechen und die App hat einen Lesemodus namens „Guided View“, mit dem man sich extrem geschmeidig von Panel zu Panel hangeln kann. Als erstes habe ich mir 18 Bände von Thorgal (auf englisch) rausgelassen, jeder Band enthält offenbar 2 Alben und dazu waren sie auch noch reduziert. Gezahlt habe ich knapp 50 €, würde man sie als Hardcover kaufen, müsste man so etwa das zehnfache berappen. Und da Comixology von Amazon geschluckt wurde, kann man davon ausgehen dass die Firma nicht plötzlich verschwindet und man dann nicht mehr an seine digitalen Inhalte herankommt. Manche Comics kann man sogar als PDF herunterladen um sie zu archivieren, Thorgal aber leider nicht.

Ich bin jedenfalls sehr glücklich damit, würde mir aber wünschen dass Comixology mit der Amazon Website verschmilzt und DRM Freiheit wäre natürlich toll, aber dafür sind die Verlage wohl zu paranoid.

Life Goes On

Life Goes On ist ein wunderbarer Puzzle-Platformer mit einem witzigen Twist: von den Rittern mit denen man die Rätsel zu lösen sucht gibt es unendlichen Nachschub. Entgegen den üblichen Jump & Run Gewohnheiten ist es hier völlig egal wie oft die Spielfigur das Zeitliche segnet, ganz im Gegenteil: man muss fast immer Blechkameraden opfern um die Mission zu erfüllen. Im einfachsten Fall – und wie im Bild oben zu sehe – baut man eine Brücke aus Leichen um ein Hindernis zu überwinden. Feuer gilt es zu meiden, denn das vernichtet die nützlichen Körper und darüber hinaus gibt es noch etliche weitere Spielelemente die einem das Leben schwer machen.

Geschicklichkeit ist nötig, aber hauptsächlich ist Grips gefragt und etwas schwarzen Humor sollte man auch noch mitbringen. Wer Spiele dieser Art mag, kann bedenkenlos zuschlagen, bei Steam gab es Life Goes On vor kurzem für milde 2 €.

Knightmare und The Darkening Age

Auf Netflix gibt es mit Screenland eine sehenswerte Dokuserie über Spiele und da wurde unter anderem die großartige britische Fernsehserie Knightmare vorgestellt. Aus heutiger Sicht wirkt das natürlich arg antiquiert, jedes Handy kann mittlerweile bessere virtuelle Welten generieren als hier gezeigt werden und der Moderator nervt etwas und dennoch fand ich die Dreiviertelstunde im verlinkten Video äusserst unterhaltsam. Es ist eine Art Dungeon-Crawl, bei dem der blinde Held (er trägt einen undurchsichtigen Helm) von 3 Mitspielern durch das Abenteuer geleitet wird. Technisch gesehen ist der Dungeon ein Greenscreen in dem allerlei Schauspieler die Monster und NPCs darstellen und es müssen etliche Rätsel gelöst werden um zu bestehen. Sehr spassig.

Weniger spassig, dafür recht erhellend war die Lektüre von The Darkening Age, ein Buch darüber wie das frühe Christentum unnachgiebig und ausgesprochen barbarisch gegen die bestehenden Religionen und Philosophien vorging. Die Palette an Abscheulichkeiten passt dabei recht wenig zu der Hippie-haften Haltung des neuen Testaments, es war das gute alte „Ich bin ein eifersüchtiger Gott“ das die Anhänger der jungen Sekte zu solch maßloser Vernichtung von Kultur antrieb. Finster. Man sollte das im Hinterkopf haben wenn mal wieder ein antiker Tempel von Fanatikern weggesprengt wird: nichts Neues unter der Sonne.