Computerspielcopilot

In meiner Jugend war es üblich paarweise vor dem Rechner zu sitzen und Computerspiele zu zocken, das gibt es jetzt natürlich auch noch, der Unterschied ist dass wir damals nicht zu zweit gleichzeitig spielen konnten. Während also einer ein Pixelmännchen mit dem Joystick über den Schirm jagte, sass der andere daneben und sah zu. Das klingt jetzt weniger spannend als es war, denn der passive Teil des Duos hatte eine nicht unwichtige Aufgabe: er war Computerspielcopilot.

Als Copilot zeichnete man beispielsweise Karten der virtuellen Welt und versorgte den aktiven Spieler dann mit essentiellen Informationen, etwa welche Abzweigung im Dungeon es zu nehmen galt. Oder man beobachtete den Lebensbalken der Spielfigur, damit der Partner am Steuerknüppel sich auf das Wesentliche konzentrieren konnte. Nicht zu unterschätzen ist auch die motivierende Komponente, denn wenn man nach jedem Lebensverlust die Rollen tauschte wollte man natürlich sein bestes geben. Es war aber auch witzig den Spieler mit Fehlinformationen zu necken, also die Abzweigung zu empfehlen die ins Verderben führt. Oder den Bürostuhl des Spielers in einer kniffligen Situation via Hebel nach unten sacken zu lassen, was schnell zu Handgreiflichkeiten führte.

Auch heutzutage kann man noch den Copiloten geben, besonders gut funktioniert das bei Adventures. Als ich kürzlich Orks must die ! spielte, sehnte ich mich jedenfalls nach einem Partner der mich während des hektischen Spielgeschehens mit Hinweisen auf die Zusammensetzung der nächsten Welle von Monstern versorgt hätte. Also fast wie der Copilot bei einer Rallye, der dem Fahrer die Kurven ansagt, aber natürlich viel aufregender.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise

Gestern habe ich mir den ersten Teil der Hobbit Trilogie angesehen und es war das erwartete Spektakel. Der Film ist mit 48 Bildern pro Sekunde aufgenommen, ich habe allerdings keinen großartigen Unterschied zu herkömmlichen Filmen feststellen können. Vermutlich ist das wie wenn man einen größeren Bildschirm erwirbt: man merkt die Verbesserung erst wenn man wieder an einem kleineren sitzt. Die Optik ist wie beim Herrn der Ringe etwas wie aus einem Computerspiel, was mich aber nicht stört. Jedenfalls war es ein guter Plan den Hobbit gleich hinterherzudrehen, dadurch wirkt das ganze Epos dann wie aus einem Guss. Und ja, ich finde Peter Jackson sollte auch noch das Silmarillion verfilmen wenn er schon so gut in Fahrt ist.

Im Gegensatz zum Herrn der Ringe ist die Hobbit Geschichte auch noch nicht so ausgelutscht, obwohl ich das Buch schon mehrmals gelesen habe konnte ich mich nicht so detailliert erinnern was als nächstes passiert. Ich freu mich schon auf den nächsten Teil.

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Carcosa – Souldump

Bei diesem Stück habe ich mal doppelt soviele Gitarren reingepackt, ziemlich in der Mitte zwei Rhytmusgitarren und jeweils links und rechts weit draussen die Leads. Das Wabern mache ich mit einem Chorus und einem Wah.

 

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8-bit Christmas

Kürzlich bin ich zufällig auf ein wunderbares Album gestossen mit dem der geneigte Nerd standesgemäss die Weihnachtsfeierlichkeiten beschallen kann: 8-bit Christmas von Rush Coil. Das sind Chiptunes Interpretationen von bekanntem Wintersonnwendfestliedgut, von Oh Tannenbaum bis Stille Nacht für sanfte 2.5 €. Ich bin jedenfalls schwer begeistert, insbesondere weil die Musik stilistisch so wunderbar zu meinem USB Weihnachtsbaum passt 8-)

Update: agent vom Nerdvana Podcast hat mich netterweise auf diesen kostenlosen Sampler hingewiesen der in die selbe Kerbe schlägt: The 8 bits of Christmas. Auch hier findet ihr bekannte festliche Melodien, gespielt auf 8 Bit Hardware. Merci, sehr besinnlich *<|:-)

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Star Trek TNG Staffel 3

Die 3. Staffel war recht unterhaltsam, aber es gab nur 2 Folgen die mich wirklich begeisterten. Zum einen der Cliffhanger in dem Cpt. Picard von den Borg assimiliert wird und zum andern „Who watches the Watchers“. Hier ging es um eine Gruppe von Anthropologen, die eine Zivilisation auf niedrigem Entwicklungsniveau zu Forschungszwecken beobachten. Durch einen unglücklichen Zufall werden diese von der einheimischen Bevölkerung entdeckt und aufgrund der überlegenen Technologie für Götter gehalten. Schnell gibt es Priester, die genau zu wissen glauben was die Götter von ihnen erwarten. Am Schluss lässt sich Picard von einem Pfeil durchlöchern um seine Sterblichkeit zu beweisen, dem Kapitän ist die erste Direktive augenscheinlich wichtiger als sein leibliches Wohl. Sehr feiner Zug.

Ich habe auch ein Besatzungsmitglied gefunden das ich statt Wesley verachten kann: Geordie LaForge wegen seines nervtötenden kumpelhaften Gehabes.

Seltsame Geschäftsideen

Ab und zu fallen mir abstruse Geschäftsmodelle ein. Da ich sie selbst vermutlich nie realisieren werde was unterschiedliche Gründe hat (nicht zuletzt weil die Geschäftsideen eben abstrus sind), veröffentliche ich diese mal hier. Vielleicht stößt ja jemand zufällig darauf und wird damit reich und berühmt. Falls ja, darf er mir gerne ein Bier spendieren.

Exklusive Bestattungen („Ihr Tod als unvergessliches Erlebnis“)

Man könnte wohlhabenden, extravaganten Mitbürgern ungewöhnliche Beerdigungen anbieten. Die meisten sind hierzulande untersagt, also müsste man den jeweiligen Leichnam samt Trauergesellschaft in ein Land mit laxeren Gesetzen bringen und dort das gewünschte Ritual durchführen. Selbstredend mit Übernachtung, Verköstigung und allerlei anderen Annehmlichkeiten. Spontan fallen mir diese Leichnamentsorgungen ein:

Das Wikingerbegräbnis. Man wird mit Schwert, Schild und Kettenhemd ausgestattet und treibt auf einem Bott brennend auf das Meer hinaus.

Pharaonenbegräbnis. In irgendeiner Wüste (billige Grundstücke, denke ich mal) wird eine Pyramide für den Verstorbenen gebaut und die mumifizierte Leiche dort verstaut. Wahlweise vielleicht noch mit Fallen gegen Grabräuber.

Keltenbegräbnis: Hügelgrab irgendwo in einem Wald in Osteuropa, natürlich mit Druidenzeremonie und Flötenmusik.

Für den schmaleren Geldbeutel könnte man Begräbnisse anbieten, die zwar nach den hiesigen Regelungen ausgeführt werden aber sich durch Kulisse und Kostüme von üblichen Beerdigungen unterscheiden. Ein Elfenbegräbnis vielleicht oder eine Star Trek Einäscherung oder Einfrieren des Leichnams in Karbonit.

Das Schwierigste ist es vermutlich die Grenze zum Klamauk nicht gänzlich zu überschreiten aber letztendlich bestimmt der Kunde den Grad an Pietät.

Mandels Büro

Mandels Büro ist ein Krimi über zwei Privatdetektive die aus dem Musikbusiness in die Ermittlerwelt gewechselt sind nachdem einer der beiden, Max Mandel eine Detektei geerbt hat. Ihr erster Auftrag ist die Beschattung des abgehalfterten Sängers einer Punkband dessen ausschweifendes Leben seiner Partnerin Verdruss bereitet. Das wäre eigentlich der perfekte Start in ihr neues Berufsleben, doch dann wird die zu observierende Person grausam ermordet und das Ermittlerduo steckt unverhofft in einem Kriminalfall der eine Nummer zu hoch für sie ist.

Der Auto Berni Mayer kennt das Musikgeschäft bestens durch seine Tätigkeit bei MTV, VIVA, einem Plattenlabel und nicht zuletzt als Musiker. Wer Lust hat auf seichte Unterhaltung, sarkastische Seitenhiebe auf’s Musikgeschäft und lockeren sprachlichen Witz (ein bisschen wie Wolf Haas), der ist mit Mandels Büro gut bedient.

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