American Horror Story

American Horror Story erzählt die Geschichte einer Familie, die in eine neue Stadt zieht um einen Neuanfang zu starten, der Mann hatte eine Affäre und die Tochter ist depressiv. Sie ziehen in ein überraschend günstiges Anwesen, das sich als verfluchtes Haus entpuppt.

Die Serie hat 12 Episoden, alle so um die 40 Minuten lang. In jeder Folge erfährt man ein Stückchen mehr aus der Vergangenheit des Hauses und dessen Bewohnern, Lebende und Tote. Mehr mag ich gar nicht von der Handlung erzählen damit ich nicht eine der feinen Wendungen verrate.

Vor allem die ersten Teile sind recht gruselig, später rutscht American Horror Story etwas in Richtung Seifenoper ab, aber die letzten Folgen gleichen das mehr als aus. Am besten fand ich die Haushälterin, dicht gefolgt von der Nachbarstochter. Mir hat’s gefallen.

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Inspektor Canardo

Gerade bin ich mit dem alten Säufer Inspektor Canardo fertig geworden. Wie schon bei Nävis habe ich mehrere Farbschichten gepinselt, aber diesmal von extremen Licht/Schatteneffekten abgelassen.

Team Fortress 2

Team Fortress 2 ist mit Abstand der beste Mehrspieler Egoshooter seit es dieses Genre gibt. Die Grafik ist zwar eher karg, aber das überragende Gameplay steckt mit Leichtigkeit jegliche Konkurrenz in die Tasche. Damit lehne ich mich natürlich weit aus dem Fenster, aber es ist schlichtweg so.

In TF2 kämpfen die Belegschaften zweier Firmen gegeneinander, die einen rot gewandet und die anderen blau. Damit umgeht das Spiel geschickt die Killerspiel-Ethik-Falle, man spielt hier keinen realen Konflikt nach sondern Comiccharaktere bekriegen sich in einem absurden Szenario – es ist eben virtueller Sport und keine realistische Militärsimulation.

Dadurch dass eben nicht die Realität simuliert wird, können dem Spieler auch aberwitzige Elemente wie Raketensprünge, Heilung, kritische Treffer und allerlei andere eher aus Rollenspielen bekannte Dinge angeboten werden. An vorderster Stelle steht also das Spielerlebnis und nicht die Atmosphäre.

TF2 nimmt sich nicht ernst, das Spiel strotzt nur so von Zynismus. Es ist in erster Linie auf Spaß ausgelegt und so kommt es recht häufig vor dass man seinem Gegner für einen besonders schönen Treffer gratuliert. Es ist eben ein Sport in ritterlicher Manier und kein Kampf um Leben und Tod, dadurch ist das Miteinander automatisch freundlicher als bei den meisten anderen Spielen dieser Art.

In TF2 gibt es 9 verschiedene Klassen zur Auswahl, die sich enorm voneinander unterscheiden. Und als Sahnehäubchen kann man seine Spielfigur mit den unterschiedlichsten Gegenständen bewaffnen um diese an den eigenen Spielstil anzupassen. Dadurch bleibt das Spiel auch nach langer, langer Zeit interessant vor allem weil der Hersteller regelmässig neue Inhalte liefert. Alle Gegenstände sind ausbalanciert, jeder hat Vor- und Nachteile so daß es keine perfekten Kombinationen gibt. Bei anderen Egoshootern unterscheiden sich die Waffen meist nur marginal und viele machen den Fehler den Spieler durch Erfahrung besser werden zu lassen, was Neulinge leicht frustriert. Die Gegenstände bei TF2 erhält man zufällig, man kann sie sammeln und tauschen.

Ein leidiges Problem bei Mehrspielershootern ist das Camping: Der Gegner sichert sich eine überlegene Position, vielleicht eine Stelle im Level an der es eine besonderes Extra zu finden gibt oder einfach ein strategisch günstiger Fleck und die eigene Mannschaft rennt frustriert dagegen an. Die einzige Möglichkeit das zu verbessern ist es dann die Karte zu ändern um etwa eine Flanke zu öffnen um den Ort zu entschärfen. Bei TF2 ist Camping Teil des Konzepts. Der Engineer kann äusserst potente Verteidigungsanlagen mit einem automatischen Geschütz und einer Station bauen, die Spieler heilt und mit neuer Munition versorgt. Damit kann das verteidigende Team praktisch jede Engstelle unpassierbar machen. Gerne auch direkt vor dem Spawnpunkt der Widersacher. Jedoch hat man der angreifenden Mannschaft den Heiler als Gegenstück verpasst der einen Mitspieler eine kurze zeit unverwundbar machen kann um solche Stellungen zu überwinden. Auf der anderen Seite kann man sich selbst gegen unverwundbare Gegner wehren indem man selbst Ärzte einsetzt oder den unverwundbaren Feind wegbläst. Aber natürlich gibt es auch dagegen wieder ein Mittel…

Ein anders Problem sind die teils sehr langen Wege die man zurücklegen muss wenn man nach seinem Tod wieder an die Front gelangen will. Einige Spiele lösen das durch den unsäglichen Squadspawn, dabei erscheinen Gegner auf magische Art neben einem Überlebenden der eigenen Kampfgruppe. Da sieht man dann zum Beispiel einen feindlichen Kombatanten hinter einer Ecke verschwinden, verfolgt ihn und plötzlich sind da vier Gegner was in jeder Hinsicht unfassbar dämlich ist. In TF2 können zu diesem Zweck Teleporter gebaut werden, doch auch hier gibt es zahlreiche Mittel dagegen vorzugehen. Der Spion kann beispielsweise alle Apparaturen des Ingenieurs sabotieren oder man sprengt ganz herkömmlich den Ausgang weg.

Was zumindest mich beim Zocken am meisten anspricht sind glorreiche Momente, in denen man durch überlegenes Teamplay zum Sieg beiträgt. TF2 bietet unglaublich viele Möglichkeiten dazu seine Kameraden zu unterstützen und belohnt das auch mit Punkten, so kommt man als Arzt recht einfach an die Spitze der Bestenliste ohne je einen einzigen Gegner ausgeschaltet zu haben denn man profitiert von den Treffern die der momentan geheilte Mannschaftskollege macht. Ähnlich beim Ingenieur, wenn der Teleporter oft benutzt wird und der Geschützturm gut plaziert ist und alles ständig in Schuss gehalten wird kann man schon mal MVP werden ohne sich direkt ins Kampfgetümmel zu begeben.

Als ob das alles noch nicht genug wäre kann man seine Spielfiguren auch noch mit Hüten und anderen Accessoirs individualisieren. Hüte sind unterschiedlich selten, so daß man schon am Hut erkennt ob jemand länger dabei ist oder nicht. Das wiederum führt dazu dass Heiler zum Beispiel lieber den Spieler mit dem schönen Hut unterstützen weil der eher die Punkte nach Hause bringt. Und mal ehrlich, mit einem Spartanerhelm sieht man einfach schmissiger aus als ohne.

So, nach den ganzen Lobpreisungen hier noch 2 Videos. Das erste ist ein Trailer der die Arbeit des Heilers zeigt und ganz gut den Humor von TF2 illustriert und der zweite zeigt die besten Frags aus den Ligen dieser Welt, quasi die Tore des Monats Dezember.

Wer mich virtuell in die Luft jagen will, kann den mächtigen scorn auf UKCS, LethalZone oder einem von Valves öffentlichen Servern finden. In diesem Sinne: Chaaaaaarge !

Fortschrittsbalken

Gestern habe ich mal wieder größere Datenmengen auf meine externe Festplatte gesichert und dabei längere Zeit damit verbracht dem Windows Fortschrittsbalken bei seinem gletscherartigen Vorwärtskriechen zuzusehen. Grund genug diesem possierlichen Widget mal einen kleinen Artikel zu widmen.

Wenig überraschend ist der Fortschrittsbalken patentiert, und zwar von Sony, jedoch habe ich noch nichts davon gehört dass dafür jemals Tantiemen eingeklagt worden wären. Es ist jedenfalls ein Paradebeispiel für Trivialpatente.

Solch einen Balken beim Fortschreiten zu beobachten ist seltsamerweise beruhigend und befriedigend zugleich, ich denke dass die Grafik den Sammlertrieb anspricht: unser Gehirn mag es einfach wenn Dinge sich vervollständigen wie ein Puzzle das sich Teil für Teil zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Es ist ein bisschen wie den Zeigern einer Uhr bei ihrem Lauf zuzusehen, mit dem Unterschied daß ein Ende abzusehen ist.

Merkwürdig finde ich daß nach all der Zeit die es diese Anzeigen gibt immer noch das langgezogene Rechteck dominiert, obwohl ein Kreis deutlich einfacher zu lesen wäre. Eben wie das Ziffernblatt einer analogen Uhr. Vermutlich will man diese Assoziation beim Benutzer aber nicht hervorrufen, zu offensichtlich wäre es wieviel Lebenszeit man gerade beim Warten verschwendet.

Enorm frustrierend finde ich es wenn der Fortschrittsbalken sein Ende erreicht hat, aber nichts weiter passiert weil das System eben doch noch nicht ganz fertig mit seiner Aufgabe ist. Da wünsche ich dem Entwickler immer eine Wurzelbehandlung deren Abschluss ihm mit seiner eigenen Statusanzeige angekündigt aber auf unbestimmte Zeit herausgezögert wird.

Wahre Freunde des Widgets können ihrer Passion mit diesem Tshirt Ausdruck verleihen und ja, selbstredend besitze ich eines aber leider ohne Animation.

Das wäre doch auch ein lustiger Name für eine Kneipe: „Progress Bar“, wo über dem Tresen eine Leuchtanzeige den Abstand zur Sperrstunde visualisiert. Witzig fände ich auch eine Grabinschrift die einen Statusbalken zeigt der auf 100% steht.

Podcasts

Seit etwa einem Jahr habe ich Podcasts für mich entdeckt, wobei es mir vor allem nichtkommerzielle Heimproduktionen angetan haben. Es folgt eine kleine Zusammenfassung meiner Favoriten:

Nerdvana behandelt klassische Nerdthemen wie Comics, (SF & F) Romane, Musik, Filme und Fernsehserien. Hier gibt es immer wieder Konsumierenswertes zu finden und das Ganze wird charmanterweise in fränkischem Dialekt dargeboten.

Alternativlos vom großartigen Fefe und von Frank Rieger liefern boulevardeske politische Bildung auf wunderbar zynische Art. Etwas schwerere Kost mit nachhaltiger Wirkung.

An Tim Pritlove kommt man beim Thema Podcasting natürlich nicht vorbei, mein Favorit seiner zahlreichen Sendungen ist CRE, ein Interviewpodcast mit einem unglaublich breit gefächerten Spektrum. Die einzelnen Episoden behandeln je ein Thema in epischer Breite, wobei Tim ein Händchen dafür hat kompetente Gesprächspartner zu finden.

Holger Klein und Nicolas Semak machen (unter anderem) zusammen die Wrintheit, ein Podcast in dem von Hörern eingesandte Fragen beantwortet werden. Die beiden bieten spassige, oberflächliche Unterhaltung wobei Nicolas ab und an mit schönen Aphorismen aufwarten kann sofern Holgi ihn zu Wort kommen lässt.

Hoaxilla ist ein Podcast von einem Skeptikerpärchen, deren Mission es ist über moderne Sagen, Verschwörungstheorien und Mystisches aufzuklären. Die einzelnen Episoden geben einen guten Einstieg in das jeweilige Thema und machen Lust mehr darüber zu erfahren. Es geht um Ausserirdische, Neuschwabenland, 9/11, Lovecraft, Jack the Ripper und vieles mehr, wobei alles stets mit skeptischer Distanz vorgetragen wird.

Die Collaborative Rockers sind zwei Metaller, die sich in jedem Podcast eines Themas annehmen. Cthulhu, Black Metal, Seefahrt, Tolkien. Solche Dinge.

It’s always funny with Testees

Testees ist eine angenehm absurde Sitcom, in der die Protagonisten Pete und Ron ihren Lebensunterhalt als menschliche Versuchskaninchen verdienen. Die Auswirkungen der Tests sind haarsträubend und cartoonesk, die Art des Humors hat mich an Clever & Smart erinnert – etwas infantil aber dennoch spassig. Wer nicht vor Holzhammer-Fäkalhumor zurückschreckt wird seine Freude an der Serie haben.

Noch eine tolle Sitcom: It’s always sunny in Philadelphia. Hier geht es um eine Gruppe Egomanen, die zusammen eine Bar betreiben und dabei allerlei groteske Abenteuer erleben. Das besondere an der Serie ist, daß die Charaktere allesamt egoistisch, etwas unterbelichtet und absolut unmoralisch sind. Eine sehr kurzweilige Serie, die ein paar echte Brüller liefert (Greenman !).

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Dungeon Defenders

Dungeon Defenders ist ein kooperatives Towerdefense Spiel von Trendy Entertainment, einer kleinen Indyspieleschmiede aus Florida. Bis zu 4 Spieler nehmen die Rolle eines Fatasyhelden ein und verteidigen, wie der Titel schon verrät einen Dungeon. Dabei gibt es zwei Mittel um die schier endlosen Horden von Goblins, Orks und Ogern abzuwehren: zum Einen kann man die Gegner direkt mit Schwertern, Bögen und ähnlichem bekämpfen, zum Anderen kann man verschiedene Fallen, sprich Türme konstruieren die den Feind dezimieren. Der Clou ist es sich eine gute Verteidigungsstrategie auszudenken und die unterschiedlichen Türme der einzelnen Helden geschickt zu kombinieren. Während des Spiels muss man diese dann in Stand setzen und aufwerten. Wenn alle Wellen eines Levels überstanden wurden und die Kristalle im Herzen des Dungeons nicht zerstört worden sind ist eine Runde gewonnen. Die Helden gewinnen Erfahrung und Mana und können damit ihre Fähigkeiten verbessern oder neue Gegenstände erstehen.

Das Spiel ist putzig gestaltet, alles wirkt sehr comichaft und niedlich. Man kann in der Egoperspektive spielen oder in der Aussenansicht, die mir als Fernkämpfer besser zusagt. Dungeon Defenders ist ein ausserordentlich entspanntes Spiel, da kann man sich auch mal hinter seine Verteidigungsanlagen stellen und gemütlich eine Kiwi essen ohne dass man deshalb gleich das Spiel verliert.

Bei Steam gibt es Dungeon Defenders für sanfte 12 Euro und das ist es allemal wert, aber viel mehr kann man für ein unkomplexes Spiel wie dieses auch nicht verlangen. Ein paar Dutzend Stunden Spielspass mit Freunden sind jedenfalls garantiert.